Die Bauern nutzen das schöne, sonnige Wetter und mähen erstmals in diesem Jahr die hohen Wiesen.
Im Imkerkurs geht es diesmal um Schwarmkontrolle sowie Jungvolkpflege; vorneweg gibt es wieder ein bißchen Pflanzenkunde, diesmal hauptsächlich mit Blüten von den kalkhaltigen Böden der Schwäbischen Alb, die unser Imker-Lehrer von der Wanderschaft mit seinen Bienen mitgebracht hat.
So wird richtig gefüttert: In Tetrapaks, die flächendeckend mit Korken sowie kleinen Ästchen und evtl. Gras ausgelegt sind - so haben die Bienen Aufstiegshilfen und können nicht ertrinken. Oder in Wannen, die mit Gras befüllt werden.
Im Zaubergarten nisten - wie jedes Jahr - Stare im Birnbaum. Die Staren-Kinder strecken schon neugierig ihre Köpfchen in die neue Welt ... Bald sind sie flügge.
Das Angebot an Blüten ist für die Bienen derzeit nicht üppig, in den Wiesen gibt es hauptsächlich Gräser und nur wenige blühende Blumen. Hier gibt es zur Zeit neben den Brombeerblüten lauter kleine Blumeninseln für unsere fleißigen Freunde: Gleich um die Ecke blüht ein großes Rosenbeet, das gerne und viel von den Bienen besucht wird. Oder die Wiese mit "Gretel in der Hecke" in Nachbar's Garten. Linden- und Edelkastanienblüte stehen jetzt bevor, aber die gibt es bei uns im Tal weniger.
In unserem Imker-Infobrief steht, dass durch die hochsommerlichen Temperaturen an Pfingsten die wenigen Blütenpflanzen, die es derzeit gibt, in Trockenstress versetzt wurden und dadurch die Nektarproduktion versiegt ist. Auch in den Honigräumen unserer Bienen tut sich nicht viel, sie sind gänzlich leer, und aus den Zargen darunter entnehmen wir ja ab und zu Futterwaben für die kleineren Völker; dieses Jahr wird es mit der Honigernte also wohl nichts werden ...
Mit der Sommersonnenwende im Juni geht auch die Schwarmzeit langsam zu Ende. Hoffentlich wird es jetzt etwas entspannter mit den Bienenvölkern und büchsen sie nicht mehr aus. Nun muss bald der Milbenbefall kontrolliert werden, denn durch den frühen Brutbeginn in diesem Jahr ist die Milbengefahr wohl besonders hoch und man muss schon früher als üblich gegen die Varroa-Milbe behandeln. Davon erfahren wir beim nächsten Kurstag sicher mehr.
Linden und Esskastanien stehen jetzt in voller Blüte, in und unter den Lindenbäumen summt und brummt es laut. Ansonsten gibt es aber nicht viel Blühendes, d.h. es gibt zur Zeit auch wenig Nektareintrag.
Die Sommer-Bienen werden nur zwei bis drei Wochen alt, die Winter-Bienen dagegen leben zwei bis sechs Monate. Eine Königin kann drei bis vier Jahre alt werden. Sie wird als Larve und auch später als Königin von den Ammenbienen mit Königinnenfuttersaft (Gelée Royale) ernährt.
Arbeiterinnen und Königinnen entstehen aus befruchteten Eiern, Drohnen (= männliche Bienen) aus unbefruchteten. Drohnen sind größer als die Arbeiterinnen-Bienen und sind nur zur Begattung der Königinnen da; sie sterben nach der Kopulation. Im Spätsommer werden die Drohnen oft von den Bienenvölkern aus dem Stock verjagt oder vertrieben.
Vor allem unser "Birnbaum-Ausreißervolk" entwickelt sich prächtig und ist inzwischen zu unserem stärksten Bienenvolk geworden. Die Bienen hängen aneinander und bilden Ketten, auch unten an den Waben - das ist ein gutes Zeichen und so soll es sein.
So sieht es aus, wenn die Bienen ihre Waben selbst ausbauen:
Es ist immer schön und besonders, eine Königin zu sehen. Sie unterscheidet sich deutlich von den Arbeiterinnen und den Drohnen. Die Königinnen aus diesem Jahr sind grün markiert.
Da ist eine unserer noch nicht markierten Königinnen schön zu sehen - sie legt fleißig Eier in die perfekt vorbereiteten Waben.
Hier haben die Bienen viel dicken, süßen Honig gesammelt. Die Wabe ist richtig schwer. Eine ganz ausgebaute und gefüllte Honigwabe kann bis zu 3 kg wiegen.
















